Im Großraumbüro sitzt deine Kollegin mit Headset am Platz, und du weißt nicht, ob sie gerade telefoniert oder nur Musik hört. Genau dieses Problem löst ein Busylight: eine kleine Statusleuchte, die rundum sichtbar zeigt, ob jemand ansprechbar ist. Ein Kuando Busylight stammt vom Hersteller Plenom und ist in zwei Familien erhältlich. Die UC-Modelle Alpha und Omega hängen per USB am Rechner und übernehmen deinen Status aus Microsoft Teams, Zoom oder anderen Kommunikationsprogrammen. Das IoT Omega dagegen hat keinen Bezug zu deinem PC, sondern empfängt seine Farbe über ein LoRaWAN-Funknetz.
Welches Busylight zu dir passt, hängt deshalb an einer einfachen Frage: Soll die Leuchte zeigen, was eine Person gerade macht, oder soll sie einen Zustand am Ort anzeigen, etwa ob ein Raum frei ist? Für die Person reicht ein UC-Modell und eine kostenlose Software. Für den Raum brauchst du das IoT-Modell und ein LoRaWAN-Netz, über das eine Plattform die Farbe schickt. Im Folgenden geht es um beide Wege, um die Farben, die Software und die typischen Stolpersteine.

Was zeigt ein Busylight an?
Ein Busylight zeigt genau einen Zustand als Farbe an, und zwar so, dass ihn andere aus einigen Metern Entfernung erkennen. Bei den UC-Modellen ist dieser Zustand dein Präsenzstatus: Grün für verfügbar, Rot für beschäftigt, Gelb für abwesend und so weiter. Die Leuchte ist also eine Präsenzanzeige, die das kleine farbige Pünktchen neben deinem Namen in Teams in den Raum überträgt. Wer an deinem Schreibtisch vorbeikommt, muss nicht erst in den Chat schauen, ob du gerade in einem Call steckst.
Beim IoT-Modell ist der Zustand frei definierbar. Plenom nennt in seinem Datenblatt Beispiele wie die Verfügbarkeit von Besprechungsräumen und Schreibtischen, Hinweise für Bediener oder den Status einer Fertigungslinie. Die Leuchte selbst misst nichts. Sie zeigt das Ergebnis einer Entscheidung an, die anderswo getroffen wird, zum Beispiel in einer Regel auf deiner IoT-Plattform.
Gemeinsam ist allen Modellen die 360-Grad-Sichtbarkeit: Das Licht tritt rundum aus dem Gehäuse aus und ist auch von der Seite gut zu erkennen. Ein Busylight ersetzt kein Gespräch und keine Teamabsprache, aber es spart viele unnötige Unterbrechungen, weil die Frage „Hast du kurz Zeit?“ schon beantwortet ist, bevor sie gestellt wird.
Kuando Busylight UC Alpha, UC Omega oder IoT Omega: Was ist der Unterschied?
Die drei Modelle sehen sich teilweise zum Verwechseln ähnlich, funktionieren aber grundverschieden. Die folgende Übersicht stellt die wichtigsten Merkmale nebeneinander.
| Merkmal | Busylight UC Alpha | Busylight UC Omega | Busylight IoT Omega EU868 |
|---|---|---|---|
| Anbindung | USB am PC | USB am PC | LoRaWAN Class C, EU863–870 |
| Steuerung | kuando HUB und UC-Software | kuando HUB und UC-Software | Downlink vom Netzwerkserver |
| Lautsprecher | ja, 8 Klingeltöne | ja, 8 Klingeltöne | nicht vorgesehen |
| Stromversorgung | über USB vom PC, 3 m Kabel | über USB vom PC, 3 m Kabel | USB-Kabel 3 m, Netzteil enthalten |
| Typischer Einsatz | persönlicher Status am Arbeitsplatz | persönlicher Status am Arbeitsplatz | Raum- oder Ortsstatus ohne PC |
Zwischen UC Alpha und UC Omega ist der Unterschied vor allem die Bauform. Beide verbinden sich als USB-Gerät mit deinem Rechner, beide haben einen Lautsprecher mit acht wählbaren Klingeltönen, damit du einen Anruf auch ohne aufgesetztes Headset bemerkst, und beide kommen mit einem drei Meter langen Kabel. Das Omega ist das neuere, rundere Gehäuse mit etwa 3,8 × 3,8 cm und einer größeren Leuchtfläche als das Alpha. Wenn die Leuchte aus größerer Entfernung oder von der Seite gesehen werden soll, ist das Omega die naheliegende Wahl. Das Alpha fällt etwas zurückhaltender aus und passt gut an den Monitorrand.
Das IoT Omega steckt im gleichen Omega-Gehäuse, ist aber ein eigenständiges LoRaWAN-Gerät mit der Artikelnummer 15811-15. Es braucht nur Strom aus dem mitgelieferten USB-Netzteil und keinen Rechner. Teams-Status kann es von sich aus nicht anzeigen. Der häufigste Fehlkauf ist deshalb, ein IoT Omega für den eigenen Schreibtisch zu bestellen, weil es „smarter“ klingt, oder umgekehrt ein UC-Modell an eine Raumtür zu hängen, an der kein PC steht.
Kuando Busylight mit Microsoft Teams verbinden: Wie geht das?
Für Teams brauchst du ein UC-Modell, also Alpha oder Omega, und die kostenlose Software von Plenom. Der Ablauf ist kurz: Busylight per USB an den Rechner stecken, kuando HUB installieren, die Integration für Microsoft Teams aktivieren und in der Liste der Plattform-Prioritäten prüfen, dass der Teams-Eintrag eingeschaltet ist. Laut Handbuch ist ein nicht aktivierter Prioritäten-Eintrag der häufigste Grund, warum die Leuchte nicht reagiert.
Wichtig zu verstehen: Die Verbindung läuft lokal über den Rechner, an dem die Leuchte steckt. Ist der Teams-Client dort nicht gestartet oder der Rechner aus, bekommt das Busylight keinen Status. Nimmst du einen Teams-Anruf auf dem Smartphone an, während der Laptop zugeklappt ist, zeigt die Leuchte das nicht an. Sperrst du den PC, setzt die Auto-Away-Funktion von kuando HUB die Leuchte auf Abwesend in Gelb, sofern du sie aktiviert hast.
Läuft neben Teams noch ein anderes Programm, etwa Zoom oder ein Softphone, legst du in den Plattform-Prioritäten fest, welche Quelle gewinnt. Ein Eintrag weiter oben überschreibt die darunter. So kann ein eingehender Anruf aus dem Softphone den Teams-Status kurz überlagern. Ob Anruf-Ereignisse aus Teams selbst angezeigt werden oder nur der Präsenzstatus, hängt von der Version der Teams-Integration ab. Bei älteren Versionen war nur die Präsenz verfügbar, prüfe das also in der aktuellen Version, bevor du dich darauf verlässt.
Für IT-Abteilungen gibt es zwei praktische Punkte: Die Software lässt sich als MSI-Paket verteilen, und Farben sowie Einstellungen können per Gruppenrichtlinie vorgegeben werden. So bedeutet Violett in der ganzen Firma dasselbe.
Kuando Busylight IoT: Wie funktioniert das Busylight mit LoRaWAN?
Das Kuando Busylight IoT Omega ist ein LoRaWAN-Gerät der Klasse C. Class C heißt, dass das Gerät praktisch ständig empfangsbereit ist, solange es Strom hat. Das ist der Grund für das Netzteil: Ein batteriebetriebener Sensor schläft die meiste Zeit und hört nur kurz nach dem eigenen Senden zu, eine Leuchte dagegen soll jederzeit umschalten können.
Die Farbe kommt per Downlink, also als Nachricht vom Netzwerkserver über ein Gateway zur Leuchte. Darin stecken laut den Integrationsanleitungen gängiger Netzwerkserver die Werte für Rot, Grün und Blau sowie eine Ein- und eine Ausschaltdauer für das Blinken, gesendet auf Port 15. Eine Einschaltdauer von 255 mit einer Ausschaltdauer von 0 ergibt Dauerlicht. Die genaue Byte-Reihenfolge nimmst du aus der Payload-Dokumentation von Plenom, nicht aus einem Blogartikel.
Für den Einsatz brauchst du drei Dinge: LoRaWAN-Abdeckung am Montageort durch ein eigenes oder öffentliches Gateway, einen Netzwerkserver, bei dem die Leuchte als Class-C-Gerät angemeldet ist, und eine Plattform oder ein Skript, das bei einer Zustandsänderung den passenden Downlink auslöst. Typisch ist die Kombination mit Class-A-Sensoren im selben Netz: Ein Sensor meldet etwas, eine Regel entscheidet, und das Kuando Busylight LoRaWAN zeigt das Ergebnis.
Bedenke die Reaktionszeit der ganzen Kette. Class C macht den letzten Schritt schnell, aber wenn der auslösende Sensor nur alle paar Minuten sendet, wechselt auch die Farbe erst dann. Schicke außerdem nur bei echten Zustandsänderungen einen neuen Downlink und nicht bei jedem Messwert, sonst belastest du das Funknetz unnötig.
Busylight im Büro: Wie zeigst du „Bitte nicht stören“ an?
Am einfachsten über deinen Teams-Status. Stellst du in Teams „Nicht stören“ ein, leuchtet ein UC-Busylight in der Standardeinstellung violett. „Beschäftigt“ und „In einer Besprechung“ zeigen Rot, ein laufendes Telefonat ein pulsierendes Rot. Für deine Kolleginnen und Kollegen ist das eindeutig, sobald alle wissen, was die Farben bedeuten.
Willst du unabhängig vom Kalender eine Stunde konzentriert arbeiten, hilft die Timer-Funktion in kuando HUB. Damit setzt du die Leuchte zum Beispiel für 60 Minuten auf „Nicht stören“ und legst fest, was danach passiert: ausschalten oder auf eine andere Farbe wechseln. Über frei belegbare Tastenkürzel wechselst du die Farbe auch manuell, ohne erst ein Fenster zu öffnen.
Zwei Dinge entscheiden darüber, ob das im Alltag funktioniert. Erstens die Position: Die Leuchte gehört dorthin, wo andere auf dich zukommen, also an die Oberkante des Monitors oder an die Trennwand Richtung Gang, nicht hinter den Bildschirm. Die UC-Modelle lassen sich dafür magnetisch oder mit Klebehalter befestigen. Zweitens die Absprache im Team: Ein rotes Licht hilft nur, wenn es respektiert wird und wenn niemand den ganzen Tag auf Rot steht. Ein Busylight ist ein Signal, keine Tür.
Kann ein Busylight anzeigen, ob der Besprechungsraum belegt ist?
Ja, aber nicht mit einem UC-Modell. Ein UC-Busylight folgt einer Person und ihrem Rechner, nicht einem Raum. Für den Besprechungsraum nimmst du das IoT Omega, das ohne PC an der Tür sitzt und seine Farbe über LoRaWAN erhält. Plenom führt die Raumverfügbarkeit ausdrücklich als einen der typischen Einsatzfälle für diese Variante auf.

Woher die Information „frei“ oder „belegt“ kommt, entscheidet deine Plattform. Das kann die Raumbuchung sein, ein Belegungssensor im Raum oder beides. Das Busylight bekommt davon nur das Ergebnis als Farbe. Für die Leuchte heißt das: Halte die Zustände einfach. Grün für frei und Rot für belegt sind sofort verständlich. Ein dritter Zustand wie Gelb für „gleich frei“ oder „gebucht, aber noch niemand da“ ist sinnvoll, wenn er wirklich gebraucht wird.
Montiere die Leuchte auf Augenhöhe neben der Tür oder auf einer kleinen Konsole, damit sie den Flur entlang sichtbar ist. Plane eine Steckdose oder einen USB-Anschluss in Kabelreichweite ein, denn das Kabel ist drei Meter lang und das Gerät läuft nicht auf Batterie. Und überlege, was die Leuchte zeigen soll, wenn längere Zeit keine neue Information kommt: Ein dauerhaft grünes Licht nach einem Ausfall ist schlechter als ein klar erklärtes Aus.
Busylight an der Toilette: Wie zeigt es frei oder besetzt an?
Auch hier ist das IoT Omega das passende Modell. An Toiletten in Büros, Werkstätten oder Veranstaltungsräumen spart eine Frei-/Besetzt-Anzeige Wege und unangenehmes Klinken an der Tür. Die Leuchte sitzt im Flur oder am Zugang und zeigt Grün für frei und Rot für besetzt. Bei mehreren Kabinen kann eine Leuchte pro Kabine oder eine gemeinsame Anzeige für „mindestens eine frei“ sinnvoll sein.
Den Zustand liefert wieder deine Plattform aus einem passenden Sensor. Das Busylight erfährt nur das Ergebnis, also frei oder besetzt. Damit bleibt die Anzeige datensparsam: Sie zeigt einen Zustand, keine Person. Erkläre die Farben mit einem kleinen Schild daneben, damit auch Besucher sie verstehen.
Achte bei der Montage darauf, dass die Leuchte ein Gerät für Innenräume ist. Ein Schutzgrad gegen Spritzwasser ist im Datenblatt nicht angegeben. Sie gehört deshalb in den trockenen Flurbereich vor dem Waschraum und nicht über ein Waschbecken. Das USB-Kabel führst du geschützt in einem Kabelkanal, damit es beim Reinigen nicht abgerissen wird.
Welche Farben und Blinkmuster hat ein Kuando Busylight?
Bei den UC-Modellen gibt kuando HUB ein Farbschema vor, das sich an den üblichen Präsenzfarben orientiert. Laut Handbuch gelten diese Standardwerte:
| Status | Standardfarbe UC-Busylight |
|---|---|
| Verfügbar | Grün |
| Abwesend | Gelb |
| Beschäftigt | Rot |
| Telefonat | Rot, pulsierend |
| Nicht stören | Violett |
| Eingehender Anruf | Blau |
| Offline | aus |
Die Tabelle zeigt, dass Rot für zwei Dinge steht: beschäftigt und telefonieren. Den Unterschied macht das Pulsieren. Willst du das ändern, lassen sich die Farbwerte als Rot-, Grün- und Blauanteil anpassen, für ein ganzes Unternehmen auch per Gruppenrichtlinie. Daneben kennt kuando HUB Blinken, Pulsieren und eine Farbe mit kurzem Aufblitzen einer zweiten Farbe.
Beim IoT Omega gibt es kein festes Schema. Per Downlink stellst du jede RGB-Farbe ein, dazu Helligkeit und Blinkrhythmus. Das ist Freiheit und Falle zugleich: Mehr als drei oder vier Zustände merkt sich niemand. Denk außerdem an Menschen mit Rot-Grün-Schwäche. Wenn ein Zustand wirklich wichtig ist, unterscheide ihn zusätzlich durch Blinken statt nur durch die Farbe.
Kuando Busylight Software: Brauchst du den kuando HUB?
Für die UC-Modelle ja, in der Praxis immer. kuando HUB ist die kostenlose Steuerungssoftware von Plenom für Windows und macOS. Sie verbindet das Busylight mit Teams und anderen UC-Plattformen, sortiert mehrere Quellen nach Priorität und bringt eigene Funktionen mit. Dazu gehören die Outlook-Anbindung, die bei Kalendererinnerungen und neuen Mails ein Signal gibt und einen Besprechungstermin als „In einer Besprechung“ anzeigen kann, außerdem manuelle Farbwahl, Klingeltöne mit Lautstärkeregelung, Tastenkürzel, ein Arbeits- und Pausentimer sowie die Auto-Away-Funktion.
Für Bastler interessant ist die eingebaute HTTP-Schnittstelle. Ist sie aktiviert, steuerst du das Busylight über einfache Aufrufe an localhost auf Port 8989, etwa mit einem Skript, das bei einem fehlgeschlagenen Build auf Rot schaltet. Für Zugriffe von anderen Rechnern ist ein Zugriffstoken vorgesehen.
Für das IoT Omega spielt kuando HUB keine Rolle. Hier übernimmt dein LoRaWAN-Netzwerkserver mit der darauf aufbauenden Plattform die Rolle der Software. Du brauchst also keine Installation auf einem PC, dafür aber eine Integration, die Downlinks senden kann.
Busylight kaufen: Worauf solltest du achten?
Die wichtigste Entscheidung triffst du vor dem Kauf: Person oder Ort. Soll die Leuchte deinen Status aus Teams oder einer anderen UC-Plattform zeigen, nimmst du ein UC-Modell. Das UC Omega bietet die größere Leuchtfläche, das UC Alpha die etwas zurückhaltendere Bauform. Beide brauchen kuando HUB auf dem Rechner, an dem sie stecken. Soll die Leuchte einen Raum oder einen Ort ohne PC anzeigen, etwa einen Besprechungsraum oder eine Toilette, ist das IoT Omega richtig. Dann prüfst du vorher die LoRaWAN-Abdeckung, einen Netzwerkserver mit Class-C-Unterstützung, eine Plattform, die Downlinks auslösen kann, und eine Steckdose in Reichweite des drei Meter langen Kabels.
Danach kommen die Details: wenige, klar erklärte Farben, eine Position im Blickfeld derer, die auf dich oder den Raum zukommen, und eine Antwort auf die Frage, was die Leuchte bei fehlender Information zeigt. Wenn du ein passendes Kuando Busylight suchst, findest du die drei Modelle in unserer Kategorie Beleuchtung.