CO2 Ampel Milesight AM307 an der Wand eines Besprechungsraums mit 468 ppm im Display und grüner LED

CO2 Ampel: Wie funktioniert sie und wann solltest du lüften?

Nach einer Stunde Besprechung mit acht Leuten wird es zäh: Die Konzentration lässt nach, jemand gähnt, aber niemand denkt daran, das Fenster zu öffnen. Eine CO2-Ampel macht genau diesen Moment sichtbar. Sie misst den Kohlendioxidgehalt der Raumluft in ppm (Teile pro Million) und übersetzt ihn in drei Farben: Grün heißt, die Luft ist in Ordnung, Gelb heißt, bald lüften, Rot heißt, jetzt lüften. Die kurze Antwort auf die Frage aus der Überschrift lautet deshalb: Spätestens wenn deine CO2 Ampel mehr als 1000 ppm anzeigt, solltest du die Fenster öffnen, und in vollen Räumen passiert das deutlich früher, als dein Gefühl es dir meldet.

Ob die Ampel im Alltag hilft oder nach zwei Wochen niemand mehr hinschaut, hängt von Details ab: welche Schwellen eingestellt sind, wo das Gerät hängt und was die Arbeitsstättenregel verlangt.

CO2 Ampel Milesight AM307 an der Wand eines Besprechungsraums mit 468 ppm im Display und grüner LED
Eine CO2-Ampel an der Wand eines Besprechungsraums: Display und grüne LED zeigen frische Luft an. Die Werte im Bild sind beispielhaft.

Was zeigt eine CO2 Ampel an?

Jeder Mensch atmet Kohlendioxid aus. Ausgeatmete Luft enthält rund vier Volumenprozent CO2, die Außenluft dagegen nur etwa 420 ppm. Sitzen Menschen in einem geschlossenen Raum, steigt der Wert daher stetig an, bis jemand lüftet oder eine Lüftungsanlage genug Frischluft nachführt. Genau diesen Anstieg erfasst die CO2-Ampel.

In den Konzentrationen, die in Büros und Klassenzimmern vorkommen, ist CO2 selbst nicht giftig. Es ist aber ein sehr guter Indikator für verbrauchte Luft: Wo sich das ausgeatmete Kohlendioxid sammelt, sammeln sich auch Gerüche, Feuchtigkeit und Aerosole. Diese Idee ist alt. Der Münchner Hygieniker Max von Pettenkofer schlug schon 1858 vor, 0,1 Prozent CO2 als Grenze für gute Raumluft zu verwenden. Diese Pettenkofer-Zahl entspricht 1000 ppm und ist bis heute die wichtigste Marke auf jeder Lüftungsampel.

Wichtig ist, was die Ampel nicht kann. Sie misst kein Kohlenmonoxid und ersetzt keinen CO-Melder an der Gastherme. Sie erkennt keinen Schimmel und sagt nichts über Feinstaub, solange kein eigener Sensor dafür eingebaut ist. Achte außerdem auf das Messprinzip: Echte CO2-Ampeln arbeiten mit einem NDIR-Sensor, der Kohlendioxid über die Absorption von Infrarotlicht misst. Günstige Geräte mit reinem VOC-Sensor schätzen dagegen nur einen „eCO2“-Wert aus Ausdünstungen, der bei Reinigungsmitteln oder Parfüm völlig danebenliegen kann.

CO2 Ampel Werte: Ab wie viel ppm wird es gelb und rot?

Für die Bewertung von CO2 in Innenräumen gibt es in Deutschland eine klare Dreiteilung, die das Umweltbundesamt und die Arbeitsstättenregel ASR A3.6 gleichermaßen verwenden: Unter 1000 ppm gilt die Luft als hygienisch unbedenklich, zwischen 1000 und 2000 ppm als auffällig, über 2000 ppm als inakzeptabel. Daraus ergibt sich das naheliegende Ampelschema mit Gelb ab 1000 und Rot ab 2000 ppm.

Viele Anwender setzen die rote Schwelle aber bewusst früher, häufig bei 1400 ppm. Der Hintergrund: Die frühere Lüftungsnorm DIN EN 13779 ordnete Raumluft, die mehr als 1000 ppm über dem Außenniveau liegt, der niedrigsten Raumluftqualität zu. Bei rund 400 ppm draußen landest du damit bei etwa 1400 ppm. Die folgende Tabelle stellt beide Schemata nebeneinander.

CO2-Wert Einstufung nach UBA und ASR A3.6 Ampel mit 1000/1400 ppm Ampel mit 1000/2000 ppm
unter 1000 ppm unbedenklich Grün Grün
1000 bis 1400 ppm auffällig Gelb Gelb
1400 bis 2000 ppm auffällig Rot Gelb
über 2000 ppm inakzeptabel Rot Rot

Der Unterschied liegt im Bereich zwischen 1400 und 2000 ppm. Mit dem strengeren Schema 1000/1400 ppm springt die Ampel früher auf Rot, und die Leute lüften, bevor die Luft wirklich schlecht ist. Mit dem Schema 1000/2000 ppm bleibt die Ampel dort lange gelb, und Gelb wird erfahrungsgemäß gern übersehen. Für Büros und Besprechungsräume ist die frühere Warnung meist die bessere Wahl.

Gute Geräte lassen dich die Schwellen selbst festlegen. Beim Milesight AM307 heißen die drei Stufen „Excellent“, „Polluted“ und „Bad“, die Grenzen stellst du per NFC in der ToolBox-App ein. Die Ampel-LED des Milesight AM307 blinkt je nach Stufe grün, gelb oder rot, ab der Bad-Schwelle meldet sich zusätzlich ein Summer, der sich abschalten lässt. Beachte dabei: Die LED berücksichtigt nicht nur CO2, sondern auch den eingebauten TVOC-Sensor. Leuchtet sie gelb, obwohl der CO2-Wert niedrig ist, lohnt ein Blick ins Display.

CO2 Grenzwert am Arbeitsplatz: Was sagt die ASR A3.6?

Für Arbeitsräume ist die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.6 „Lüftung“ maßgeblich. Ihre Tabelle 1 verknüpft die drei CO2-Bereiche mit konkreten Maßnahmen. Unter 1000 ppm sind keine weiteren Schritte nötig, sofern die Nutzung des Raums keinen Anstieg darüber erwarten lässt. Zwischen 1000 und 2000 ppm soll das Lüftungsverhalten überprüft und verbessert werden, ein Lüftungsplan mit festgelegten Verantwortlichkeiten aufgestellt und die Lüftung verstärkt werden, etwa durch mehr Außenluft oder einen höheren Luftwechsel. Über 2000 ppm verlangt die Regel weitergehende Maßnahmen, zum Beispiel verstärkte Lüftung oder weniger Personen im Raum.

Ein Detail wird oft übersehen: Maßnahmen, die du im Bereich zwischen 1000 und 2000 ppm ergreifst, gehören in die Gefährdungsbeurteilung, und zwar auch dann, wenn der Wert danach wieder unter 1000 ppm liegt. Eine CO2-Ampel mit gespeichertem Verlauf liefert dafür genau die Belege, die sonst fehlen.

Die ASR ist kein Gesetz, konkretisiert aber die Arbeitsstättenverordnung. Eine Pflicht, ein bestimmtes Messgerät aufzuhängen, steht nicht darin. Verwechsle die 1000 ppm außerdem nicht mit dem Arbeitsplatzgrenzwert für CO2 von 5000 ppm aus der TRGS 900. Dieser Wert gilt für Tätigkeiten, bei denen CO2 als Gefahrstoff auftritt, etwa in Brauereien oder beim Umgang mit Trockeneis, und hat mit der Luftqualität im Büro nichts zu tun.

CO2 Ampel im Büro: Wie oft solltest du lüften?

Die ASR A3.6 nennt für die Fensterlüftung Anhaltswerte: Im Büroraum soll nach etwa 60 Minuten stoßgelüftet werden, im Besprechungsraum schon nach 20 Minuten. Als Mindestdauer gelten im Winter rund 3 Minuten, im Frühling und Herbst 5 Minuten und im Sommer bis zu 10 Minuten, weil der Luftaustausch umso schneller läuft, je größer der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ist.

Warum die Abstände so unterschiedlich sind, zeigt eine einfache Überschlagsrechnung. Ein Erwachsener am Schreibtisch atmet grob 20 Liter CO2 pro Stunde aus. Zwei Personen in einem Büro mit 30 Quadratmetern und 80 Kubikmetern Luft heben den Wert damit um etwa 500 ppm pro Stunde. Von frisch gelüfteten 450 ppm bis zur Pettenkofer-Zahl vergeht also gut eine Stunde. Acht Personen in einem Besprechungsraum mit 67 Kubikmetern schaffen dieselbe Strecke in rund 15 Minuten. Undichte Fenster bremsen den Anstieg etwas, an der Größenordnung ändert das wenig.

Genau hier spielt die CO2-Ampel ihre Stärke aus: Statt nach Uhr lüftest du nach Bedarf. Wird die Anzeige gelb, öffnest du die Fenster weit, am besten gegenüberliegende für eine Querlüftung. Ein gekipptes Fenster tauscht kaum Luft aus, kühlt aber die Fensterlaibung aus und kostet im Winter unnötig Heizenergie. Nach dem Stoßlüften sollte der Wert deutlich fallen, oft auf 500 bis 600 ppm. Bleibt er trotz offener Fenster hoch, stimmt etwas mit dem Standort oder dem Gerät nicht.

In Gebäuden mit Lüftungsanlage ist die Ampel eher ein Kontrollinstrument. Steigt der Wert dort regelmäßig über 1000 ppm, ist die Anlage für die tatsächliche Nutzung zu schwach eingestellt, läuft zu kurz oder fährt zu viel Umluft. Das ist eine Aufgabe für die Haustechnik.

CO2 Ampel in der Schule: Was ist im Klassenzimmer anders?

Im Klassenzimmer ist vor allem die Dichte anders. 25 bis 30 Schülerinnen und Schüler teilen sich typischerweise 60 bis 70 Quadratmeter, also rund 200 Kubikmeter Luft. Kinder atmen zwar weniger CO2 aus als Erwachsene, die schiere Zahl gleicht das aber mehr als aus. Selbst mit vorsichtig angesetzten 15 Litern pro Kopf und Stunde steigt der Wert um knapp 1900 ppm pro Stunde, und aus 450 ppm werden ohne Lüften nach rund 20 Minuten 1000 ppm. Eine Doppelstunde ohne offenes Fenster endet deshalb fast zwangsläufig weit jenseits von 2000 ppm.

Das Umweltbundesamt empfiehlt für Klassenräume deshalb, während des Unterrichts etwa alle 20 Minuten stoßzulüften und in jeder Pause quer zu lüften. Eine CO2-Ampel macht aus dieser Regel etwas, das die Klasse selbst sieht. Viele Schulen verteilen den Lüftungsdienst reihum, sodass die Lehrkraft nicht jedes Mal selbst daran denken muss.

Praktisch heißt das: Häng die Ampel an die Wand und nicht auf das Lehrerpult, damit sie von allen Plätzen sichtbar ist und niemand sie verschiebt. Beim AM307 lässt sich die Einschalttaste per App sperren, damit niemand das Gerät in der Pause ausschaltet. Und erwarte nicht, dass die Ampel mehr kann als messen: Sie zeigt, wie gut gelüftet wird, sie misst aber kein Infektionsrisiko und ersetzt kein Lüftungskonzept für Räume, deren Fenster sich kaum öffnen lassen.

Wo sollte eine CO2 Ampel stehen?

Ein und dieselbe CO2-Ampel kann am offenen Fenster beruhigende 500 ppm anzeigen und eine Armlänge neben einer sprechenden Person über 1500 ppm. Beides ist kein Messfehler, sondern ein schlechter Standort. Gesucht ist ein Punkt, der die Luft dort abbildet, wo die Menschen tatsächlich sitzen.

Bewährt hat sich etwa Kopfhöhe sitzender Personen, also grob 1 bis 1,5 Meter über dem Boden, an einer Innenwand. Halte mindestens 50 Zentimeter Abstand zu Personen, besser mehr, damit das Gerät nicht direkt in den Atemstrom gerät. Meide die unmittelbare Nähe von Fenstern, Türen, Zuluftauslässen und Heizkörpern sowie direkte Sonne, denn dort misst du lokale Luftströme statt der Raumluft. Umgekehrt reagiert ein Gerät in einer Regalnische träge, weil dort die Luft steht.

Gleichzeitig muss die Anzeige sichtbar bleiben, sonst ändert sie kein Verhalten. Im Besprechungsraum ist die Wand gegenüber dem Tisch oft ein guter Kompromiss, im Einzelbüro eine Wand neben dem Schreibtisch, aber nicht direkt davor. Der AM307 lässt sich mit Klebepad oder Schrauben an der Wand befestigen.

Probiere vor der festen Montage zwei oder drei Positionen über einige normale Arbeitstage aus und vergleiche die Verläufe. In großen Großraumbüros mit mehreren Zonen reicht ein einzelnes Gerät meist nicht. Trennwände, Möbel und unterschiedliche Belüftung erzeugen Bereiche mit eigenem Verlauf, die du sonst wegmittelst.

CO2 Ampel Milesight AM307 mit E-Ink-Display, CO2-Verlauf, Smiley und grün leuchtender Ampel-LED
Display und Ampel-LED des Milesight AM307: oben der aktuelle CO2-Wert mit Verlauf, rechts die Bewertung, unten rechts die LED.

CO2 Ampel mit Funk: Wie zeichnest du die Werte per LoRaWAN auf?

Eine Ampel im Raum hilft den Menschen, die gerade darin sitzen. Die Frage, ob ein Raum grundsätzlich zu schlecht belüftet ist, beantwortet aber erst der Verlauf über Wochen. Deshalb lohnt sich eine CO2-Ampel mit Funkanbindung, sobald du mehr als ein, zwei Räume betreust oder die Gefährdungsbeurteilung mit Daten belegen willst.

Der Milesight AM307 funkt seine Messwerte per LoRaWAN, standardmäßig alle 10 Minuten, einstellbar von 1 Minute bis 18 Stunden. Die Pakete empfängt ein LoRaWAN-Gateway im Gebäude und reicht sie an einen Netzwerkserver weiter, von dort landen sie in einer Plattform oder einem Dashboard deiner Wahl. Fällt die Verbindung aus, speichert das Gerät bis zu 18.000 Datensätze lokal und kann sie später nachsenden. Überschreitet ein Wert die Bad-Schwelle, schickt der Sensor sofort ein Alarmpaket, ohne auf das nächste Intervall zu warten. Versorgt wird er über vier wechselbare Lithiumbatterien, laut Hersteller reichen sie bei 10-Minuten-Intervall bis zu etwa drei Jahre, alternativ über USB-C.

Liegt ein Raum jeden Dienstagvormittag im roten Bereich, ist das ein Planungsproblem, kein Lüftungsfehler einzelner Personen. Ein einzelner kurzer Ausschlag hat dagegen oft eine banale Ursache. Achte im Dashboard darauf, dass das Alter des letzten Messwerts sichtbar ist. Ein Wert von vor drei Stunden ist kein Beleg für den aktuellen Zustand, und ein verstummter Sensor sollte eine eigene Meldung auslösen, getrennt vom CO2-Alarm.

CO2 Ampel zeigt dauerhaft Rot: Woran liegt es?

Zuerst die unbequeme Möglichkeit: Der Raum ist tatsächlich zu schlecht belüftet. Das prüfst du schnell, indem du für zehn Minuten alle Fenster weit öffnest. Fällt der Wert deutlich, misst die Ampel richtig, und das Problem liegt bei der Lüftung, bei zu vielen Personen oder bei einer Anlage, die im Umluftbetrieb oder mit Nachtabsenkung läuft.

Fällt der Wert kaum, liegt es oft am Standort. Steht die Ampel auf dem Schreibtisch direkt vor dir, misst sie deinen Atem. Hängt sie in einer Nische ohne Luftbewegung, hinkt sie jeder Lüftung hinterher. Verschiebe sie testweise an eine freie Innenwand und beobachte den Unterschied.

Ebenfalls häufig sind falsch gesetzte Schwellen. Wer die Grenze für Rot versehentlich bei 800 ppm einträgt, bekommt in fast jedem genutzten Raum Dauerrot. Kontrolliere in der App, welche Werte tatsächlich eingestellt sind. Beim AM307 kommt die Besonderheit dazu, dass die LED auch auf den TVOC-Sensor reagiert. Frisch geputzte Böden, Desinfektionsmittel oder neue Möbel können die Ampel rot färben, obwohl der CO2-Wert im Display grün ist.

Bleibt noch die Kalibrierung. Leg das Gerät für mehr als zehn Minuten ins Freie: Ein korrekt arbeitender Sensor zeigt dann ungefähr 400 bis 450 ppm. Weicht er deutlich ab, hilft eine manuelle Kalibrierung, die beim AM307 ausdrücklich im Freien erfolgen soll. Kalibrierst du in einem stickigen Raum, verfälschst du alle späteren Messwerte.

CO2 Ampel kaufen: Worauf solltest du achten?

Aus den vorherigen Abschnitten ergibt sich eine kurze Checkliste. Achte zuerst auf einen echten NDIR-Sensor statt eines geschätzten eCO2-Werts, denn nur so misst das Gerät tatsächlich Kohlendioxid. Die Schwellen sollten frei einstellbar sein, damit du dich für 1000/1400 ppm oder 1000/2000 ppm entscheiden kannst. Ein gut lesbares Display mit Zahlenwert ergänzt die Ampelfarbe, weil eine Farbe allein keine Diskussion beendet. Prüfe, ob sich das Gerät an der Wand befestigen lässt und wie es versorgt wird, denn ein Kabel bestimmt sonst den Standort. Kläre, wie die Kalibrierung funktioniert, automatisch oder manuell im Freien. Und überlege, ob dir die Anzeige im Raum reicht oder ob du den Verlauf per LoRaWAN aufzeichnen willst. Mit diesen Punkten im Kopf findest du schnell die CO2 Ampel, die zu deinem Raum und deinem Lüftungsalltag passt. Wenn du ein passendes Gerät suchst, findest du unsere Modelle in der Kategorie CO2-Sensoren.

FAQ zur CO2 Ampel

Wie genau ist eine CO2 Ampel?

Das hängt vor allem vom Sensor ab. Geräte mit NDIR-Sensor erreichen typischerweise eine Genauigkeit von einigen Dutzend ppm, der Milesight AM307 etwa ±(30 ppm + 3 % des Messwerts), bei 1000 ppm also rund ±60 ppm. Für die Entscheidung, ob gelüftet werden muss, reicht das völlig aus, für Laborzwecke ist eine CO2-Ampel nicht gedacht.

Muss eine CO2 Ampel kalibriert werden?

NDIR-Sensoren driften über die Jahre leicht, deshalb ja, zumindest gelegentlich. Viele Geräte nutzen eine automatische Hintergrundkalibrierung: Der AM307 nimmt den niedrigsten Wert aus sieben Tagen als Frischluftniveau von 400 ppm an. Das funktioniert nur, wenn der Raum in dieser Zeit wenigstens einmal gründlich gelüftet wird, sonst ist die manuelle Kalibrierung im Freien die bessere Wahl.

Ab welchem CO2 Wert wird man müde?

Eine scharfe Grenze gibt es nicht, die Empfindlichkeit ist individuell. Die ASR A3.6 hält fest, dass eine erhöhte CO2-Konzentration die Aufmerksamkeit erfahrungsgemäß beeinträchtigt, und viele Menschen empfinden Luft oberhalb von etwa 1000 bis 1500 ppm als stickig. Ob dabei das CO2 selbst oder die übrigen Bestandteile verbrauchter Luft müde machen, ist nicht abschließend geklärt.

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